Sukkot

Von
Nisan bis Adar: Die Reise durch den jüdischen Kalender
S
U K K O T
Die historische
Botschaft von Sukkot
Einführung
Die Basis des Judentums
ist, daß Gott in alle Ewigkeit einzig ist. Er offenbarte sich seinem Volk
Israel, durch seinen Propheten Moses, als Israel ein Sklavendasein in Mitzrajim
führte. Und er ist derselbe, der sich in den Eröffnungsworten der
Zehn Gebote, der Grundlage der Tora, offenbart:
Ich bin der Ewige,
euer Gott.
Er ist derselbe Gott, der
sich auf der langen Wanderung durch die Wüste um sein Volk annahm.
Die jüdische Religion
gibt diese Botschaft durch die Verwendung von Symbolen und Ritualen an die Menschen
weiter. Daher sind jüdische Geschichte und was wir aus ihr lernen dem individuellen
und nationalen Bewußtsein jedes Juden eingeprägt. Symbolismus und
Ritual sind Bestandteile der Zeremonien unserer Feiertage.
Das Laubhüttenfest
(Sukkot) wird oftmals in der Bibel erwähnt. Es ist eines der fünf
Feste, die als "Feste des Ewigen, als heilige Berufung, die ihr verkünden
sollt" bekannt sind.
Diese Feste zerfallen in zwei Gruppen: die Tage der Ehrfurcht (Jamim Nora'im)
und die drei Wallfahrtsfeste (Schalosch Regalim).
Die Schalosch
Regalim
Zu den Schalosch Regalim
gehören Pesach, Schawuot und Sukkot. Der Name "Schalosch Regalim" wird
von folgendem Bibelvers abgeleitet:
Dreimal feiere
mir ein Fest im Jahre
(Exodus 23,14)
Das Wort "Regalim" drückt
auch die Idee einer Fußreise oder einer Wallfahrt aus, ein wichtiges Element
dieser drei Feste.
Dreimal im Jahr
sollen erscheinen all deine Männlichen vor dem Angesichte des Ewigen,
deines Gottes, an dem Orte, den er erwählen wird, am Feste der ungesäuerten
Kuchen, und am Feste der Wochen, und am Feste der Hütten; und man erscheine
nicht leer vor dem Angesichte des Ewigen.
(Deut. 16,16)
Folgendes ist den drei Festen
gemeinsam:
- Sie dienen als Mittel,
essentielle religiöse und ethische Ideen zu symbolisieren.
- Pesach - Die Existenz
Gottes (Befreiung aus der Sklaverei)
- Schawuot - Offenbarung
Gottes (Übergabe der Tora)
- Sukkot - Göttliche
Vorsehung (Überwindung von Schwierigkeiten)
- Sie beziehen sich auf
wichtige Ereignisse der jüdischen Geschichte.
- Sie kennzeichnen und
feiern die verschiedenen Ernten.
- Pesach - frühe
Gerstenernte
- Schawuot - Weizen-
und Obsternte
- Sukkot - Einsammeln
des Getreides und der Früchte.
Diese Ideen sind fundamental
und drücken die traditionelle Interpretation dieser Asepkte der religiösen
Natur des Judentum aus, das im Exodus aus Ägypten und mit den damit verbundenen
Wundern die physische und spirituelle Geburt des Volkes Israel sieht.
Nation
und Glaube
Die kollektive nationale
Erfahrung des Volkes bestätigte ihnen die Authenzität der Offenbarungen
und Visionen der Patriarchen, aber auch jener Moses'. Gottes Erlösungstaten
sind der Grund seiner besonderen Ansprüche auf das Volk.
Die reziproke Gehorsamkeit
forderte von den Juden mehr als die naive Unterwerfung eines Kindes unter den
Vater, eines Liebenden unter Liebesobjekt. Geschaffen nach dem Bilde des Einen
Gottes, hat der Jude die Aufgabe, im Prozess der Schöpfung zu kooperieren.
Er muß Gott nacheifern, indem er sich mit dem Moralkodex von Recht und
Gerechtigkeit assoziiert, der in Gottes Gesetz ausgedrückt wird.
Die Übergangsperiode
zwischen dem Exodus und der Errichtung einer Nation im Land Kanaan muß
als Zeit der Sozialisierung und Konsolidierung des jüdischen Volkes gesehen
werden. Als eine von Priestern regierten und verwalteten Nation, sollten die
Kinder Israel ein "Licht unter den Völkern" werden.
Glaube
und Praxis
Dies war die Botschaft des
Monotheismus, die das Volk Israel auf seiner Wanderung durch die Wüste
empfing, physischen und materiellen Härten ausgesetzt und den unvorhersehbaren
Elementen der Natur. In der Wüste, abhängig von den Launen der Natur
und dem Lauf der Jahreszeiten, beteten sie nicht wie die heidnischen Völker
die Gesetze der Natur an, sondern das Gesetz des Ewigen.
Das Sukkotfest, diente -
wie andere Feste zu bestimmten Zeiten - der Erinnerung, daß sich die Kinder
Israel von anderen Formen der Verehrung, wie Polytheismus, Pantheismus oder
Paganismus, unterschieden. Andere Nationen dienten vielen Göttern, die
mit ihrer Grausamkeit und ihrem Überfluß identifiziert wurden. Aber
die Sukka, die zerbrechliche, zeitweilige Wohnung war ein Symbol von Gottes
Glorie. Damals wie heute ruft sie das jüdische Volk auf, sein Vertrauen
und seinen Glauben in einen unendlichen und ewigen Gott der Geschichte zu bestätigen.
Die Sukka fordert uns auf,
diesen Glauben zu stärken, der von der ersten Generation Israels während
der langen Nächte und Tage in der Wüste Sinai angenommen wurde.
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