Erklaerung

  • Das Wort "Mischna wird von der Wurzel abgeleitet, die "wiederholen" bedeutet, "immer wieder lesen". Damit haben wir auch eine Vorstellung, wie damals gelernt wurde.
  • Die besteht aus sechs Buechern, in denen Teile der Tora und Halacha (dem juedischen Gesetz) von den Weisen der - den Tanaim (von der aramaeischen Wurzel - identitisch mit der hebraeischen Wurzel ) diskutiert wird.
  • Sie ist nicht nur eine trockene Abhandlung der Halacha, sondern eine reichhaltige Quelle von Debatten und halachischen Entscheidungen, die manchmal durch kurze Geschichten (Aggadot) oder moralischen Erzaehlungen (Midraschim) erhellt wird.
  • Der Kompilator der war Rabbi Jehuda HaNasi (der Fuerst), geboren 135, genau an dem Tag, an dem Rabbi Akiba von den Roemern nach der Niederschlagung des Bar Kochba Aufstandes zu Tode gemartert wurde.
  • Er gehoerte zur letzten Generation der , die in der erwaehnt werden. Die Endredaktion der Mischna fand 165 bis 200 statt.
  • Die wird auch "Muendliche Tora" genannt, jene "Tradition", die die "Schriftliche Ueberlieferung" ergaenzt.
  • Die Wichtigkeit der Redaktion der "Muendlichen Ueberlieferung" darf nicht unterschaetzt werden. Es waere naemlich sonst nicht moeglich, einige der Mitzwot der Tora zu verstehen, denn die Tora enthaelt Vorschriften, deren Gruende uns nicht erklaert werden: "shalosh pe'amim bashshana yera'eh kol zekhurekha el peney ha'adon..." (Dreimal im Jahre sollen alle deine maennlichen Personen vor dem Ewigen erscheinen.) (Ex. 23:17). Diese Vorschrift ist vage, die Tora gibt uns nicht alle Details, zum Beispiel: was muss man dort machen oder was ist vorzubereiten. Diese Details waren jedoch wohlbekannt, denn jede Generation wiederholte sie Jahr fuer Jahr. Man wusste, wie der Schabbat zu halten war, wie man eine Hochzeitszeremonie abhielt, was bei Geburten und Todesfaellen zu tun war. All dies enthaelt die "Tora Be'al Pe" - die "Muendliche Tora".
  • Es gibt keine Meinungsverschiedenheiten ueber die Tora, im Zusammenhang mit dem "Muendlichen Gesetz" gibt es nur Argumente.
  • Einige dieser Debatten der Weisen, die bis zum Jahr 200 gefuehrt wurden, finden wir in der .
  • Gemaess den Schriften Josephs Ben Mattijahu
    ()gab es zu dieser Zeit drei Hauptstroemungen innerhalb des juedischen Volkes:
    • Sadduzaeer (),
    • Pharisaeer ()
    • Essener ( ).
  • Innerhalb des Judentums gab es unterschiedliche Meinungen ueber den Status der "Muendlichen Ueberlieferung" innerhalb der Religion. Es kann angenommen werden, dass genau diese Unterschiede die Weisen veranlassten, ihre Debatten aufzuschreiben und so die Halacha fuer zukuenftige Generationen zu bewahren.
  • Die folgten nicht den bezueglich den Vorschriften, die auf der "Muendlichen Ueberlieferung" basierten. Nach dem Scheitern der ersten und zweiten Rebellion (zwischen 132 und 135) - beide waren messianisch motiviert und begannen aus Aufstaende gegen das Regime - erhielt die pragmatischere Haltung der mehr Ansehen.
  • Im achten Jahrhundert wurde der Status der "Muendlichen Tora" durch den Aufstieg der Karaeer (Hanan Ben David 762) abermals in Zweifel gezogen.
  • Auch die heutigen Diskussionen zwischen den verschiedenen religioesen Stroemungen des Judentums beruhen auf denselben Argumenten.


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  • Das Wort wird von der Wurzel abgeleitet. Sie bedeutet "lernen".
  • Nach dem Abschluss der wurde dieser Text die Basis fuer die gelehrten Diskussionen der nachfolgenden Generationen, die sich in ihn vertieften. In Eretz Israel sind die Zentren in den Akademien von Tiberias, Caesarea und Zipporis zu finden.
  • Auch in den babylonischen Staedten Nahardija, Sura und spaeter Pumbedita hielten die dortigen Gelehrten ihre Diskussionen in einer Mischung zwischen Aramaeisch und Hebraeisch ab. Auch ihre Themen kreisten um die , die interpretationswuerdig war.
  • In diesen Debatten benutzte man Texte, die nicht in die , aufgenommen worden waren (zum Beispiel die "Baraita"), Legenden und Geschichten, die uns helfen, halachische Entscheidungen ueber Vorschriften der Bibel und der zu erklaeren.
  • Der ist ein Gesetzeswerk, das sich in Debatten- und Diskussionsform praesentiert, die rund um die Texte der angeordnet wurden..
  • Zwei Versionen des wurden produziert: der im Land Israel (Jerusalemer ) und der Babylonische .
  • Die Weisen des Talmud werden Amora'im genannt.
  • Der Jerusalemer wurde um das Jahr 450 vollendet, waehrend der Babylonische erst um 500 abgeschlossen wurde.
  • Im Jerusalemer wird auf landwirtschaftliche Themen und Mitzwot, die sich auf Eretz Israel beziehen besonderer Wert gelegt. Diese Themen waren fuer die Diaspora weniger relevant.


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    chazal

    • ist ein Akronym aus den Initialen der Woerter "hakhamenu zikhronam liverakha" (unsere Weisen, gesegnet sei ihr Andenken).
    • Das Akronym bezieht sich auf die Rabbiner und Gelehrten der und des , die als Tanaim und Amoraim bekannt sind.
    • waren durch ihre Kenntnisse der Tora ausgezeichnet. Sie verdienten ihren Lebenunterhalt jedoch durch eine Reihe von Berufen: Schmied, Bauer und sogar Schwertkaempfer.

    Die Weisen zur Zeit der Mischna und des Talmud.


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