Purim

Von Nisan bis Adar: Die Reise durch den juedischen Kalender



P U R I M

Zwischen Mensch und Nebenmensch

Persoenliches Glueck und das Glueck anderer

Purim ist gekennzeichnet durch zwei grundsaetzliche soziale Gebote (Mitzwot):

  • Mischloach Manot - die Abgabe von Lebensmitteln an andere
  • Matanot leEwjonim - Almosen fuer die Armen

Diese Gebote haben gemeinsam, dass sie Menschen einander naeher bringen und soziale Verbindungen staerken. Sie druecken die Liebe zum Naechsten aus und den Wunsch, ihm oder ihr Glueck zu bringen.

Zwischen diesen Geboten gibt es auch bedeutende Unterschiede:
Mischloach Manot:
Essen wird normalerweise zwischen Menschen, die einander kennen, ausgetauscht.
Matanot leEwjonim:
Almosen werden Armen gegeben, die dem Geber unbekannt sind.
Mischloach Manot:
Gegeben werden Nahrungsmittel (zwei verschiedene Sorten).
Matanot leEwjonim:
Almosen werden als Geld gegeben.
Mischloach Manot:
Nahrungsmittel werden von einem Haus zum anderen geschickt.
Matanot leEwjonim:
Almosen werden auf der Strasse gegeben.
Mischloach Manot:
In einer konkurrierenden Welt wie der unseren werden Freundschaften oft das ganze Jahr ueber vernachlaessigt. Fuer uns alle steht oft die Arbeit an erster Stelle. Die Mitzwah des Mischloach Manot ist eine Gelegenheit, Freundschaften wieder aufleben zu lassen.
Matanot leEwjonim:
Dieses Gebot verbessert eine Zeitlang den sozialen Status des Armen und macht ihn fuer den Feiertag gleichwertig. Natuerlich soll diese soziale Verbesserung nur einmal im Jahr auftauchen. Das Gebot der Zedakah, der Mildtaetigkeit, bleibt fuer das ganze Jahr verpflichtend.

Die Gemeinsamkeiten dieser beiden Gebote sind offensichtlich: