Purim

Von Nisan bis Adar: Die Reise durch den juedischen Kalender
P U R I M
Megillat Esther: Zusammenfassung mit Fragen III
"So geschieht dem Mann ..."
In dieser Nacht blieb der Schlaf vom Koenig fern. Da befahl er, das Buch der denkwuerdigen Tagesgeschehnisse zu bringen. Sie wurden dem Koenig vorgelesen. Es fand sich aufgezeichnet, dass Mordechai die beiden koeniglichen Eunuchen Bigtan und Teresch von den Schwellenwaechtern angezeigt hatte, die danach getrachtet hatten, Hand an Koenig Achaschwerosch zu legen. Da sprach der Koenig: "Was hat Mordechai als Ehre und Anerkennung dafuer erhalten?" Da antworteten die Diener, die seinen Dienst versahen: "Ihm ist gar nichts geschehen."
Als Haman eingetreten war, sprach der Koenig zu ihm: "Was soll man dem Mann tun, an dessen Ehrung der Koenig Gefallen findet?" Da dachte Haman bei sich: "Wem kann der Koenig mehr Ehre erweisen wollen als mir?" So antwortete Haman dem Koenig: "Dem Mann, den der Koenig ehren will, soll man ein koenigliches Gewand bringen, das der Koenig selbst getragen hat, und ein Pferd, auf dem der Koenig geritten ist und auf dessen Haupt eine Koenigskrone gesetzt ist."
Da sprach der Koenig zu Haman: "Nimm eilends das Gewand und das Pferd, wie du gesagt hast, und verfahre so mit dem Juden Mordechai, der im Koenigstor sitzt! Nichts bleibe unberuecksichtigt von dem, was du gesagt hast." Da nahm Haman das Gewand und das Pferd, bekleidete Mordechai, liess ihn auf dem Platz der Stadt reiten und rief vor ihm aus: "So geschieht dem Mann, an dessen Ehrung der Koenig Gefallen findet!"
1.) Was schlug Haman vor, was dem Mann geschehen solle, den der Koenig ehren wollte.
2.) Warum machte er diesen Vorschlag?
Hamans schmaehliches Ende
So kamen der Koenig und Haman, um mit der Koenigin Esther ein Gelage zu halten. Auch an diesem zweiten Tag sprach der Koenig beim Weingelage zu Esther: "Was ist deine Bitte, Koenigin Esther? Sie sei dir erfuellt! Was ist dein Begehren? Bis zur Haelfte des Reiches sei es gewaehrt!" Da antwortete Koenigin Esther und sprach: "Wenn ich Gnade vor dir gefunden habe, oh Koenig, und wenn es dem Koenig gut scheint, werde mir auf meine Bitte hin mein Leben geschenkt und mein Volk nach meinem Begehren! Denn wir wurden verkauft, ich und mein Volk, zur Vernichtung, Ermordung und Ausrottung. Wenn wir nur als Sklaven und Sklavinnen verkauft wuerden, haette ich geschwiegen. Denn die Bedraengnis waere nicht wert zur Belaestigung des Koenigs.
Da sprach Koenig Achaschwerosch voll Ungestuem zur Koenigin Esther: "Wer ist der Mensch, und wo ist er, der seinen Sinn mit solcher Tat erfuellte?" Da sprach Esther: "Der Widersacher und Feind ist dieser Uebeltaeter Haman!" Haman wurde vor dem Koenig und der Koenigin von einem ploetzlichen Schrecken erfasst. Ins einem Zorn erhob sich der Koenig vom Weingelage und ging in den Garten des Palastes. Haman aber blieb stehen, die Koenigin Esther um sein Leben anzuflehen. Denn er erkannte, dass das Unheil ueber ihn beim Koenig beschlossene Sache war. Als der Koenig aus dem Palastgarten zum Haus des Gelages zurueckkehrte, war Haman gerade auf dem Ruhebett niedergefallen, auf dem Esther lag. Da sprach der Koenig: "Will man auch noch die Koenigin bei mir im Hause vergewaltigen?" Kaum war das Wort dem Munde des Koenigs entschluepft, da verhuellte man das Haupt Hamans. Harbona, einer der Eunuchen, sagte vor dem Koenig: "Siehe, schon steht im Hause Hamans der fuenfzig Ellen hohe Pfahl, den Haman fuer Mordechai aufstellen liess, der ein gutes Werk fuer den Koenig vollbracht hatte!" Da befahl der Koenig: "Haengt ihn daran auf!" Da haengte man Haman an den Pfahl, den er fuer Mordechai errichtet hatte. Dann liess der Zorn des Koenigs nach.
1.) "Moege man sich auch an Harbona im guten erinnern." Warum?
2.) Wie endete Haman?
Das Purimfest
Der Koenig streifte den Siegelring ab, den er Haman abgenommen hatte, und gab ihn Mordechai. Esther aber bestellte Mordechai ueber das Haus Hamans. Er schrieb im Namen des Koenigs Achaschwerosch und siegelte mit dem koeniglichen Siegelring. Die Schreiben versandte er durch berittene Eilboten, die auf Pferden edelster Abstammung aus den Gestueten ritten. Der Koenig habe den Juden in den einzelnen Staedten gestattet, sich zu versammeln und ihr Leben zu verteidigen, sowie alle bewaffnete Macht des Volkes und der Provinz, die sie bekaempfen sollten, samt Kindern und Frauen zu vernichten, zu toeten und zu verderben und, was zu erbeuten sei, zu pluendern.
Mordechai kam vom Koenig in purpurblauem und weisslinnenem koeniglichen Gewande mit einer grossen goldenen Krone und einem Mantel aus Byssus und rotem Purpur. Die Stadt Schuschan aber jubelte und freute sich.
Die Juden von Schuschan aber versammelten sich am dreizehnten und vierzehnten desselben; am fuenfzehnten desselben ruhten sie aus und gestalteten ihn zum Tag eines frohen Festmahls.
Um sie zu verpflichten, alljaehrlich stets den vierzehnten Tag des Monats Adar und den fuenfzehnten desselben zu feiern, entsprechend den Tagen, an denen die Juden vor ihren Feinden Ruhe fanden, und entsprechend dem Monat, der ihnen vom Schmerz zur Freude, von der Trauer zu einem Festtag umgewandelt wurde, als dass sie diese als Tage frohen Festgelages feiern, sich gegenseitig Geschenke und den Armen Gaben zusenden sollen.
Diese Tage sollten im Gedaechtnis bleiben und in allen Geschlechtern, Staemmen, Provinzen und Staedten begangen werden. Diese Purimtage sollten aus der Mitte der Juden nie schwinden und ihr Andenken von ihren Nachkommen nicht weichen.
1.) "Die Stadt Schuschan aber jubelte und freute sich." Wie feierten sie und warum?
[Zurueck] [Weiter]
[Feste und Feiertage] [Deutsche Seiten] [Paedagogisches Zentrum]
The
Pedagogic Center
Direktor: Dr. Motti Friedman
Web Site Manager:
Esther Carciente, esthers@jajz-ed.org.il
Deutsche Seiten: Dr. Chani Hinker
Updated: 07/02/01