Purim

Von Nisan bis Adar: Die Reise durch den juedischen Kalender
P U R I M
Klassen- und Gruppenaktivitaeten
Die beiden vorhergehenden Artikel wurden ausgewaehlt, um das Textstudium aus verschiedenen, interessanten Blickwinkeln zu ermoeglichen.
Wir schlagen nun einige Aktivitaeten vor, fuer die eine Klasse oder Gemeinde in kleinere Gruppen aufgeteilt werden kann. Das Ziel jeder Aktivitaet ist eine Analyse des Textes.
Zwei Aktivitaeten sind etwas leichter zu nehmen als die anderen, um der Natur des Purimfestes gerecht zu werden.
Washti
- Aufgabe
- Schreibt einen Brief an Washti, bestaerkt sie in ihrer Entscheidung, auch wenn es sie die Krone kostet. Denkt daran: damals koennte es auch den Kopf gekostet haben! ODER:
- Schreibt einen Brief an Washti, in dem ihr sie warnt, nicht voreilig zu handeln. Sie solle sich nicht gegen ein Verhalten stellen, das von ihrer in dieser Zeit erwartet wird.
- Ziel
- Sympathie mit Washti, als einer, die sich als einzige gegen das anerkannte Verhalten stellt.
- Methode
- Gleich grosse Gruppen mit drei oder vier Mitgliedern schreiben je einen der beiden Briefe. Das Studium der ersten beiden Kapitel der Megillah geht dem Brief voraus.
- Zuerst soll der Status der Koenigin am Hof geklaert werden, ihre Situation gegenueber dem Koenig und dem Reich. Danach frage man, wie Washtis Handlungsweise verstanden wurde.
- Um den Briefen mehr Gewicht zu geben, weise man Rollen zu. Schreibt als:
- junge juedische Frau dieser Zeit, vielleicht als Esther
- Amazonenkoenigin
- Priesterin der Azteken
- Sklavin
- persische Frau
- persischer Prinz
- persischer Kaufmann
- Mordechai
- chinesischer Wuerdentraeger
- Moses oder als ein anderer Prophet
- Julius Caesar
- Golda Meir
- Rechtsanwalt
- Psychologe
- Rabbiner
- Lest die Briefe und diskutiert die am meisten ueberzeugenden Argumente.
Leben am Hof
- Aufgabe
- Schreibt einen Sketch oder ein kurzes Gespraech ueber das Leben am Hof des Pharao zur Zeit Josefs und am persischen Hof zur Zeit Esthers. WOHER HATTET IHR KOSCHERES ESSEN??
- Ziel
- Untersuchung der fremden Umgebung dieser beiden juedischen Figuren. Bis zu welchem Grad konnten Josef und Esther ihre Individualitaet bewahren, ohne das System aus dem Konzept zu bringen?
- Methode
- Arbeitet in kleinen Gruppen, die entweder Josef oder Esther repraesentieren. Stuetzt euch auf die Texte der Bibel.
- Stellt Profile zusammen ueber:
- Hierarchien und Regierungsformen
- Politisches Hin und Her und die verwickelten Personen
- Arten interpersoneller Beziehungen
- Braeuche, Erscheinungen
- Kommunikationsmethoden
- Vollendet und praesentiert die Aufgabe.
- Sind diese Repraesentationen auch in einem anderen Kontext der juedischen Geschichte vorherrschend?
Deborah und Esther
- Aufgabe
- Koenigin Esther telefoniert mit der Prophetin Deborah - einer diplomatischen und militaerischen Expertin. Sie beraet sich mit ihr, wie sie sich Koenig Achaschwerosch naehern und wie sie Hamans Komplott zu Fall bringen soll. Wie geht dieses Gespraech?
- Ziele
- Vergleicht Annaeherung und Management dieser beiden prominenten Frauen der Bibel.
- Methode
- Paarweise studieren die Teilnehmer die Rollen und Haltungen Esthers und Deborahs (Richter, Kapitel 4-5), um die Werte, die sie motivierten, und die Probleme, denen sie gegenueberstanden, zu bestimmen.
- Paarweise wird einige Minuten ueber Ideen zum Telefongespraech nachgedacht.
- Die Gruppe wird in Esthers und Deborahs aufgeteilt.
- Ein Freiwilliger aus jeder Gruppe telefoniert. Jeder aus derselben Gruppe, der meint, zum Gespraech etwas zufuegen oder beitragen zu koennen, ruft: "Auszeit", geht zu der Rolle, die er uebernehmen moechte und fuehrt den Austausch durch.
- Auf diese Weise kann man fortfahren, solange es interessant ist. Dann ruft der Moderator: "Auszeit" und stellt den Zusammenhang, den Zweck des Gespraeches wieder her. Er kann die Teilnehmer auch bitten, einige Worte ueber die Rolle, die sie darstellen sollen, zu sagen, um leichter einen Einstieg zu finden.
- Diskutiert, wie viele wirkliche Moeglichkeiten aufgetaucht sind. Fragt, ob Deborah eine wirksamere Unterstuetzung gewesen waere als zum Beispiel Mordechai.
- Wer koennte Esther noch helfen? Miriam, Golda Meir...? Aendert Esthers Gespraechspartner.
Brettspiele
- Aufgabe
- Herstellung eines Brettspieles in der Art von "Monopoly", in dem Kenntnisse der Megillah und Purimbraeuche eingebaut werden.
- Ziele
- Uebersicht ueber den Inhalt der Megillah. Chance der Teilnehmer, zu gewinnen oder zu verlieren. Abschaetzen der verschiedenen Elemente der Erzaehlung: Atmosphaere, Braeuche, Chancen, Faehigkeiten ...
- Uebersicht ueber andere Gelegenheiten, in denen die juedische Gemeinde "gewann" oder "verlor".
- Methode
- Waehlt das Brettspiel, das fuer die Altersgruppe am besten passt und teilt die Gruppe in Untergruppen mit vier oder sechs Teilnehmern.
- Die Untergruppen sollen bis zu vier Kategorien, Elemente oder Ereignisse auflisten, die in das Spiel eingebaut werden sollen. Schreibt einige Bestandteile unter jeder Kategorie.
- Zum Beispiel:
- Chance
- Chance verloren
- Information
- Belohnung
- Strafe
- Gute Tat
- Boese Tat
- Abhaengig vom Spiel werden diese Elemente die "Aufs und Abs", die Kartenbank, Fragekarten, die in das Spiel verwoben werden. In kompliziertere Spiele koennen Wuerfel, Chancekarten, Faehigkeiten und Kenntnisse eingebaut werden.
- Die Gruppen arbeiten an den verschiedenen Sektionen des Spieles und an der Graphik.
- Austausch der Spiele.
- Diskutiert die Spiele, die Realitiaet und die juedische Geschichte.
Farce
- Aufgabe
- Was der Butler sah waehrend des Bankettes, das Esther gab. Oder: die Fliege an der Wand bei Washtis Gastmahl; waehrend der Gespraeche in Hamans, Mordechais Haus; als Esther zur Koenigin gewaehlt wurde.
- Ziel
- Spass, aber nicht ohne ein bisschen Arbeit der Teilnehmer.
- Methode
- Pantomime, Erzaehlung, Dichtung, Farcetheater, um diese Berichte der Fliegen darzustellen.
Hedonismus?
- Aufgabe
- Herstellung einer Wandtafel, auf der die 180 Tage des Bankettes dokumentiert werden. Jedes Tag des fast 26 woechigen Gelages bekommt ein Quadrat. (Esther 1,1-8)
- Ziele
- Uebersicht ueber hoefische Extravaganzen fuer den kreativen Geist. Gelegenheit fuer Gruppen- und Einzelarbeit.
- Methode
- Die Gruppe listet 26 Elemente auf, die in der Tafel vorkommen sollen. Siehe die Megillah und die untenstehenden Ideen.
- Herstellung einer grossen Tafel mit Rechtecken oder Quadraten (A4). Stellt eine Menge Papier in dieser Groesse bereit. Teilung der Gruppe.
- Jede Gruppe bereitet einen Teil der Tafel und eine visuelle/dramatische Praesentation eines oder zweier Elemente vor. (Ansprache, Speisekarte...)
- Jede Gruppe, beginnend mit der, die die erste Woche behandelt, befestigt ihre Sektionen auf der Tafel und fuehrt ihre Praesentationen vor. Die Intervalle zwischen den Gruppen sollen klein sein, dann ist fuer Spass garantiert.
- Uebersicht fuer aeltere Gruppen: Welche Wirkung hatten dieser Ueberfluss und dieses Wohlergehen auf verschiedene Menschen? Was sagen sie ueber Regierungsform, Gesetze, Moral?
- Ideen:
- Empfang der Gaeste
- erste Impressionen
- neben mir sassen ...
- der Bankettsaal
- Aperitif
- Showelemente
- verschiedene Menues
- Reden
- wer war betrunken und benahm sich schlecht
- Klatsch und Tratsch ueber ...
- Brief von zu Hause
- etc.
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The
Pedagogic Center
Direktor: Dr. Motti Friedman
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Esther Carciente, esthers@jajz-ed.org.il
Deutsche Seiten: Dr. Chani Hinker
Updated: 07/02/01