Pesach

Von Nisan bis Adar: Die Reise durch den jüdischen Kalender



P E S A C H

Die Struktur des Seders

1. Der erste Becher Wein
Kiddusch
Über den ersten Becher Wein wird Kiddusch gesagt. Jeder lehnt sich zurück und trinkt mindestens die Hälfte. Kiddusch - Heiligkeitserklärung des Tages
2. Der zweite Becher Wein
Die Geschichte wird erzählt
  1. Die Einladung an die Gäste. "Ha lachma" - "Dies ist das Brot".
  2. Das Kind stellt die vier Fragen: "Ma nischtana" - Was unterscheidet diese Nacht von anderen Nächten".
  3. Die erste Antwort: "Awadim hajinu" - "Sklaven waren wir".
  4. Die Verpflichtung, die Geschichte zu erzählen: - "Wären wir auch alle Weise ..."
  5. Das Treffen in Bnei Brak und die Geschichte über Rabbi Eliezer.
  6. Die Diskussion der Rabbiner in Bnei Brak: - "Ich bin wie ein siebzig Jahre alter Mann ..."
  7. Die Tora spricht über die vier Söhne.
  8. Wann ist die Geschichte zu erzählen? - "Es könnte gedacht werden bei Neumond ..."
  9. Die zweite Antwort - "Einst verehrten unsere Vorfahren ..."
Vorbereitung auf die Mitzwa, die Geschichte zu erzählen.
Die Geschichte wird erzählt
  1. "Geht und lernt, was Laban der Aramäer sich bemühte, unserem Vater Jakob zu tun."
  2. Knechtschaft in Ägypten. - "Die Ägypter behandelten uns schlecht."
  3. Der Auszug. - "Gott führte uns aus Ägypten heraus."
  4. Gott strafte die Ägypter. - Rabbi Jose der Galiläer.
  5. Pesach, Matzot und Maror als Symbole des Festes. - "Rabbi Gamliel pflegte zu sagen."
Die Mitzwa, die Geschichte zu erzählen.
Der zweite Becher Wein wird getrunken.
  1. Hallel - "Deshalb haben wir die Pflicht zu danken ..."
  2. Der Segen der Erlösung - "Gott, der uns und unsere Väter erlöste ..."
  3. Man lehnt sich an und trinkt den zweiten Becher aus.
Danksagung und Preis
3. Der dritte Becher Wein
das Mahl
  1. Waschen der Haende und Segensspruch "Al netilat jadaiim".
  2. Segen über das Brot (hamotzi).
  3. Segen "Al achilat Matza". Man isst zurückgelehnt ein Stückchen Matza von der Grässe einer Olive.
  4. Segen "Al achilat Maror". Man isst ein Stückchen Maror von der Grösse einer Olive.
  5. Hillels Sandwich: Man legt Maror zwischen zwei Matzot und isst es gemeinsam.
  6. Sedermahl.
  7. Essen des Afikoman.
  8. Tischgebet.
  9. Man lehnt sich zurück und trinkt den dritten Becher.
Das Sedermahl ist für sich selbst eine Mitzwa.
4. Der vierte Becher Wein
Hallel
  1. Worte der Rache - "Shefoch hamatecha."
  2. Preisung: Ägytisches Hallel (Psalm 113-119), Grosses Hallel (Psalm 136), Nischmat, abschliessende Segenssprüche.
  3. Man lehnt sich zurück und trinkt den vierten Becher Wein.
  4. Der Sederabend wird mit verschiedenen Liedern beendet.
Gesamtes Hallel

Übungen

1. Visuelles Hilfsmittel

Diese Tabelle kann als Dia bzw. Wandtafel verwendet werden.

2. Forschung für ältere Studenten

  • Die Tabelle wird vorbereitet und die Teile 1 und 2 als Listen vervielfältigt. Die Tabelle wird folgendermassen markiert: Teil Eins - 1, 2a; Teil Zwei - 2b; Teil Drei - 2c; Teil Vier - 3, 4 (1-3); Teil Fünf - 4(4).
  • Die Klasse oder Gruppe wird in fünf Untergruppen geteilt, die sich mit einem Teil der Haggada beschäftigen. Die Aufgabe besteht darin, den Ausdruck für die Absicht des Seders im jeweiligen Teil der Haggada zu finden. Die Studie kann chronologisch oder thematisch sein, aber alle Gruppen müssen dasselbe Format benützen. Es sollte darauf hingewiesen werden, wie jedes dieser Ziele erreicht, wie jede dieser Botschaften übermittelt wird.
  • Übersicht: Tabellen, die gross genug sind, sollen an die Wand gehängt werden. Jede Gruppe erhält eine Kopie.
    1. Welche Botschaften bzw. Ziele werden am allgemeinsten ausgedrückt.
    2. Welche sind am wenigsten allgemein.
    3. Gebt einige Beispiele.
    4. Welche Botschaften und Texte scheinen heute am meisten relevant? Warum?
    5. Welche neuen Elemente des Seders und der Haggada kamen in dieser Studie ans Licht?

3. Kreatives Schreiben

Ziele
  1. Die Relevanz der Botschaften des Seders und des Pesachfestes werden aus ihrem Kontext in die unmittelbare Familie oder Gemeinde übertragen.
  2. Durch dieses kreative Schreiben werden die Teilnehmer besser in die Haggada und den Seder involviert.

Material

Listen wie oben. Alben für die endgültige Fassung, Schreibmaterial, Kopien von Familienfotos oder Scanner.

Vorgangsweise

  1. Die Aufgabe besteht darin, einen modernen Kontext für die traditionellen Erfahrungen und Werte zu schaffen, indem Elemente der eigenen Familiengeschichte oder der Geschichte der Gemeinde eingebracht werden. Die Gruppen werden wie für die obige Übung eingeteilt. Zuerst bespreche man die Struktur der Haggada.
  2. Die Gruppen sollten Zeit haben, zu besprechen, wie sie einige Vorbereitungsarbeit in den Familien leisten.
    Hier einige Ideen basierend auf verschiedenen Teilen der Haggada:
    • "Awadim hajinu": Wie flüchtete die eigene Familie in die Freiheit und begann ein neues Leben?
    • Die vier Söhne: Welche Möglichkeiten bestehen für die eigene Familie oder die Gemeinde unter verschiedenen Umständen? Falls möglich, sollen vier Möglichkeiten gefunden werden.
    • Dilemmata und Kontroversen in der Gemeinde über zukünftige Aufgaben. Wie geht man mit ihnen um?
    • Knechtschaft: Überleben in schwierigen Zeiten.
    • Hallel: Dankbarkeit.
    • Lieder: Komponiert eigene Lieder, verwendet traditionelle Familienmelodien, Anekdoten etc.
  3. Man plane zwei Unterrichtseinheiten für das kreative Schreiben und eine Einheit für die endgültige Fassung.
  4. Produktion, Vervielfältigung.
  5. Übersicht, Präsentation (Auswahl).



[Zurück] [Weiter]

[Feste und Feiertage] [Deutsche Seiten] [Pädagogik Zentrum]

Pädagogik Zentrum
Direktor: Dr. Motti Friedman
Web Site Manager: Esther Carciente, esthers@jajz-ed.org.il
Deutsche Seiten: Dr. Chani Hinker

 


Terms and Conditions of Use of the Website
Copyright © 1992 - 2008 The Department for Jewish Zionist Education. All rights reserved.
The e-mail addresses @jajz are being discontinued
To Contact Us, Click and Choose Educational Helpdesk under Category