Jom HaAtzma'ut

Von Nisan bis Adar: Die Reise durch den jüdischen Kalender



Aktivität und Simulationsspiel über israelische Jugendliche

"Eisbrecher"

Ziel:
  • Vorstellung der Charaktere und ihre Bedeutung an die Teilnehmer.
Skizze:
  • Die Teilnehmer wählen einen Charakter, mit dem sie sich identifizieren koennen und präsentieren ihn.
    Vorbereitung:
  • Rollenkarten und Photos junger Israelis aus Zeitungen.
Vorgangsweise:
  • Erklärung: Die Teilnehmer werden einer Gruppe israelischer Jugendlicher vorgestellt.
  • Jeder Teilnehmer sieht sich die Rollenkarten an, wählt eine aus, teilt ihr ein passendes Photo zu.
  • Jeder erklärt seine Wahl: Das ist Yael oder Beni. Ich habe ihn oder sie gewählt, weil ...
  • Die Antworten sollen kurz gehalten werden, falls nötig, kann der Moderator eingreifen.
  • Es wird interessant sein, zu sehen, welche Charaktere bevorzugt werden ...

"Mixer"

Ziel:
  • Verständnis für die Charaktere von einem nicht-israelischen Standpunkt.
Vorbereitung:
  • Rollenkarten
  • Papier und Bleistift
Vorgangsweise
  • Die Gruppe wird geteilt. Die eine Hälfte erhält die Rollenkarten. Jeder Teilnehmer studiert seine Rolle. Die andere Hälfte notiert Details über sich selbst und stellt kurze Autobiographien her.
  • Die beiden Gruppenhälften sitzen einander in konzentrischen Kreisen gegenüber. Jeder hat einen Partner. Jedes Paar muss einander in zwei Minuten kennenlernen. (Name, Familie, Hobbies etc.) Dann rückt jeder Kreis um einen Sitz weiter, neue Paare entstehen. Jeder sollte auch kurz über die persönliche Bedeutung des Unabhängigkeitstages sprechen.
  • Wie fühlten sich die Teilnehmer als "Israelis"?
  • Wie fühlten sich die Teilnehmer als sie selbst?
  • Wie lernen wir andere kennen? Wie gewinnen wir Freunde? Was sollen Freunde gemeinsam haben?
  • Wie sind wir mit den Unterschieden umgegangen?
  • Änderte sich unsere Haltung der anderen Person gegenüber, nachdem wir mehr über sie erfahren hatten?
  • Brachte das Kennenlernen Sympathie, Nähe oder Distanz?

Dilemmata

Ziel:
  • Dieses Spiel erlaubt eine tiefere Einfühlung in den israelischen Charakter.
  • Anregung einer Diskussion in der gewählten Rolle.
  • Verschiedene Haltungen gegenüber einzelnen Problemen.
  • Vergleich junger Menschen in beiden Gesellschaften.
Skizze:
  • Jede "israelische" Gruppe diskutiert über mindestens drei der fünf unten vorgestellten Dilemmata.
Vorbereitung:
  • Rollenkarten
  • Liste der Dilemmata
Vorgangsweise:
  • Einteilung in Gruppen zu je sieben Personen. Jede Gruppe erhält die Rollenkarten. Jeder Teilnehmer wählt eine Rolle - aber nicht diesselbe, die er bereits spielte. Der Moderator ist angehalten, dies zu überwachen.
  • Die Teilnehmer machen sich mit ihren Rollen vertraut. Jeder präsentiert sich den anderen.
  • Verteilung der Liste mit den Dilemmata. Es muß sichergestellt sein, daß die Gruppe die Probleme versteht. Man erlaube drei bis vier Minuten Diskussion über jedes Thema. Jeder sollte dazu Stellung nehmen. Danach freie Diskussion als "Israelis".
Hinweis:
  • Falls fünf Gruppen zustande gebracht werden, kann jede eines der Dilemmata diskutieren. Falls es nur zwei oder drei Gruppen gibt, soll jede ein Thema für die spätere Präsentation aussuchen. Für die Vorbereitung der Präsentation sollte einige Zeit gewährt werden.
    Der Moderator muß Mißverständnisse und Fehlinterpretationen der Rollen vermeiden helfen.
Präsentation:
  • Die Teilnehmer könnten Schwierigkeiten haben, sich in die Rolle einzuleben und die Diskussion zu beginnen. In diesem Fall kann der Moderator vorsichtig eingreifen.
Bericht:
  • Wie sehen junge Juden der Diaspora die israelischen Jugendlichen und ihre Probleme?

Arbeitsblatt zu den Dilemmata

Vorgangsweise:
  • Die Teilnehmer sollen versuchen, für sich persönlich Antworten auf die Probleme zu finden. Jeder muß die Chance bekommen, seinen Standpunkt zu erklären, bevor die Diskussion beginnt. Welche Gründe gibt es für den Standpunkt in Übereinstimmung mit der jeweiligen Rolle?
1.) Was denkt ihr als junge Israelis über den Friedensprozeß. Hinweis: Gut oder schlecht für Israel, auf welche Weise? Welche Schritte wurden unternommen?
2.) Wenn Land der Preis für Frieden ist, soll Israel Zugeständnisse machen? Hinweis: Würden territoriale Zugeständnisse Israels Sicherheit gefährden?
3.) Was ist wichtiger: das gesamte Israel zu "besitzen" oder einen kleineren Staat, in dem die Mehrheit der Bewohner jüdisch ist?
4.) Ein neuer Einwanderer aus (Land kann gewählt werden) kommt in eure Klasse. Wie werdet ihr euch ihm gegenüber verhalten? Hinweis: Was denkst du über Neueinwanderer aus den Vereinigten Staaten, aus einem europäischen Land, aus der ehemaligen Sowjetunion, aus Äthiopien?
5.) Welche drei Hauptfaktoren können das Überleben des jüdischen Volkes gewährleisten? Hinweis: Hebräische Sprache, der Staat Israel, Studium der Shoah, jüdische Traditionen, jüdische Erziehung, Dienst in den IDF, einen Juden heiraten, Speisegesetze, Schabbat ...

Verpflichtung mit 18?

Ziel:
  • Untersuchung von Möglichkeiten zur Gemeindearbeit in einem Alter, in dem die meisten jungen Israelis beginnen, ihren Militärdienst zu leisten.
  • Abwägen verschiedener Standpunkte und Haltungen.
  • Bewußtsein schaffen für ein gemeinsames Schicksal.
Skizze:
  • Auswahl aus den Rollenkarten der Diasporajugend. Betrachtung der verschiedenen Möglichkeiten und Bewertung.
Vorbereitung:
  • Vorschläge (siehe unten)
  • Rollenkarten der Diasporajugend (siehe Vorschläge unten)
Vorgangsweise:
  • Neueinteilung der Gruppen mit den vier Rollenkarten der Diaspora, zwölf in einer Gruppe.
  • Die Teilnehmer antworten in der Rolle.
  • Vergleicht die Antworten in eurer Gruppe.
  • Die Gruppe wird wieder zusammengebracht.
  • Vergleich der Antworten in der neuen Rolle mit jenen als "Israelis".
Übersicht:
  • Erkannten die Teilnehmer verschiedene Ebenen und verschiedene Arten von Verpflichtungen?
  • Wie bezogen sie sich in der Rolle auf das Konzept, im Alter von achtzehn Jahren einen Beitrag zur Gemeinde zu leisten?
  • Hatte dies einen Einfluß auf ihre Sicht des Lebens in Israel und als Israelis?
  • Waren sie bereit, persönlich das Konzept der Beitragleistung zu diskutieren? Welche Beiträge wurden vorgeschlagen? Wie bezogen sich die Teilnehmer darauf? (Sollte nicht erzwungen werden!)
  • Brachte diese Diskussion irgendeinen Nutzen für die Gruppe als junge, fast erwachsene Juden?

Vorschläe

Es folgen verschiedene Vorschläge für freiwillige Beiträge, die ein jüdischer Jugendlicher im Alter von 18 Jahren in seiner Gemeinde leisten könnte.
Welchen Beitrag wählst du in deiner Rolle und warum?

  1. Einmal pro Monat Dienstleistung mit dem Auto: Essen auf Rädern, Transport von Behinderten.
  2. Eineinhalb Stunden pro Woche mit Behinderten oder Invaliden.
  3. Ein halber Tag pro Woche im Büro der Gemeinde, in einer jüdischen Schule, im Krankenhaus mit üdischen Patienten, in einer Bibliothek oder einer anderen Einrichtung der Gemeinde.
  4. Mehrmals pro Woche Führung einer Jugendgruppe.
  5. Freiwilliger Dienst für ein Jahr in irgendeiner Gemeindeeinrichtung. (Jugendbewegung, Gesundheit und Wohlfahrt, Verwaltung, Erziehung)

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