Jerusalem feiern

Jerusalem im jüdischen Bewußtsein
Einführung
Wenn das Sommer- oder Wintersemester ihrem Ende zugehen, beginnen auch die Ferien der formalen jüdischen Erziehung. Die Zeit der informalen Rahmen - Seminare und Machanot - ist gekommen.
Genau in die Sommerferien fällt der feierliche und ernste Tag des Tisha Be'av, die Erinnerung an die Zerstörung des Ersten und Zweiten Tempels. Zwei Tausend Jahre lang dauert diese Periode der Trauer über den Verlust des spirituellen und nationalen Zentrums, ein Datum voller Bedeutung - ebenso nach der Grüdung des Staates Israel. Denn es ist Jerusalem, Zion, die ewige Stadt und Hauptstadt, ohne die unser Volk und unser Land keinen Mittelpunkt haben.
Vielleicht möchten vieler Erzieher gerne vor den Ferien auf die Bedeutung der "Drei Wochen" und des Neunten Av hinweisen. Außerdem gibt es immer Bedarf an kurzen Lesematerialien für Sommerlager.
Daher bieten wir einige Gedanken über Jerusalem im jüdischen Bewußtsein, gefolgt von einer Auswahl liturgischer, historischer, erklärender und aggadischer Texte, wie sie im Kapitel Sieben von "Jerusalem durch das Zeitfenster gesehen" von Abraham Stahl vorkommen.