| Thema |
Quelle |
| In der Bibel | |
| Die Einzigartigkeit Jerusalems als königliche Stadt und Zentrum der Verehrung Gottes beginnt zur Zeit König Davids. | II Samuel 6-7; 24; 18-25. I Chroniken 21,18-22,1. |
| Im Gebet Salomons, das den Tempel als Haus der Verehrung Gottes betrachtet, wird die Stadt mit dem Tempel verbunden. | I Könige 8. |
| Die Wahl des Zionsberges symbolisiert die Erwählung Judahs (nach Ephraim und Shilo), der Tempel am Zionsberg wird als die Fortsetzung des Heiligtumes in Shilo betrachtet. | Psalmen 78,68. |
| Zion ist der Ort, Sitz, Rastplatz, Wohnsitz Gottes, der Name Gottes wird auf ewig mit Jerusalem verbunden bleiben. | II Könige 21,4. |
| Ein Hymne der Bewunderung und Liebe für Jerusalem. | Psalm 87 und Psalm 122. |
| "In jener Zeit wird man Jerusalem den Thron Gottes nennen." Symbol der göttlichen Gerechtigkeit. | Jeremias 3,17; Psalm 89,15. |
| Jeremias ideales Jerusalem | Jeremias 33,16. |
| Jesajas "Burg der Gerechtigkeit" | Jesajah 1,26. |
| Die Größe und Schönheit Jerusalems werden in zahlreichen poetischen Bildern ausgedrückt: | |
| "Sein heiliger Berg, die herrliche Höhe, er ist die Wonne der ganzen Welt. Der Zionsberg,d er äußerste Nord, wahrlich des Großkönigs Stadt." | Psalm 48,3. |
| "Von Zion, der Schönheit Krone erstrahlet der Ewige ..." | Psalm 50,2. |
| "Wie sitzt die Stadt nun einsam, die einst so reich an Volk..." | Klagelieder 1,1. |
| "Du, meine Freundin, bist schön wie Tirza, lieblich wie Jerusalem!" | Hohes Lied 6,4. |
| Die Pilger preisen Jerusalem. | Psalmen 122, 125, 132. |
| Zion und Jerusalem: Symbole des ganzen Landes, und ihre Zerstörung als Symbol des Exils. | Psalm 137. |
| In den Prophetenbüchern und in den Klageliedern werden der Name und das Konzept Jerusalems benutzt, um die Gesamtheit Judahs bzw. Israels zu symbolisieren. Manchmal betont die Parallele zwischen "Jerusalem" und "Zion" einerseits und "Judah", "die Städte Judahs" oder "Israel" andererseits - in Lobpreisung wie in Verunglimpfung - nicht das Gemeinsame, sondern den zentralen, unabhängigen Status und die speziellen Erscheinungen der erwählten Stadt. "Tochter Jerusalems" und "Tochter Zions" bedeuten beide die Stadt und das Königreich, entweder als Ausdruck der Zuneigung oder als Bezeichnung einer sündhaften Stadt und Nation. | |
| Jeremias' Vision des wiedererrichteten Jerusalem, inklusive die Grenzen des erweiterten Gebietes. | Jeremias 30,18-19; 31,37-39. |
| Sacharja nimmt vorweg, daß Jerusalem die "treue Stadt" genannt werden wird und "der Berg des Ewigen, der heilige Berg." In den Straßen Jerusalems werden wieder Greise und Greisinnen sitzen, Knaben und Mädchen werden auf ihren Plätzen spielen. | Sacharja 8,3-5. |
| In den Kapiteln des Trostes drückt der Prophet Jesaja seine brennende Liebe zu Jerusalem aus und beschreibt ihre zukünftige Schönheit, Größe und Pracht. | Jesaja 40 bis 66. |
| In der Aggadah | |
Die vielen aggadischen Feststellungen und Geschichten über Jerusalem können in drei Kategorien geteilt werden:
1. Jerusalems historische Realität | |
| ARN 28, 85. |
| Von den zehn Maßen der Schönheit, die über die Welt kamen, nahm Jerusalem neun. | Kidduschin 49b. |
| Wer Jerusalem in all seiner Pracht nicht gesehen hat, hat in seinem Leben keine Stadt der Schönheit gesehen. | Sukkot 51b. |
| Die Größe und Einwohnerzahl Jerusalems wurden verherrlicht, um es zu glorifizieren. | Eichah Rabbah. |
| Jerusalem ist unter 70 Namen bekannt. Alle sind Ausdrücke der Zuneigung und der Wertschätzung. | Ag. Lied 1,1, Zeile 125ff. |
| Wie durch den Namen des Ewigen, gepriesen sei Er. | Bava Batra 75b. |
| Die Weisheit der Einwohner Jerusalems. | Eichah Rabbah 1,1. |
| Gründe für die Zerstörung Jerusalems. | |
| Kamtza Bar Kamtza. | Gittin 55b. |
| Verschlechterung der zwischenmenschlichen Beziehungen. | Bava Metzia 30b. |
| Sünden gegenüber Gott. | Schabbat 119b. |
| 2.Feststellungen und Predigten über Jerusalem | |
| Die Geschichte Jerusalems beginnt mit einer Aggadah über die Schöpfung. | Midrasch zu Pslam 76,3. |
| Eliezer Ben Jakob: Adam bot ein Opfer "auf dem großen Altar Jerusalems." | Bereschit Rabbah 34,9. |
| Nach einer Tradition wurde Adam aus reiner und heiliger Erde vom Platz des Tempels geschaffen. | Pirkei Rabbi Eliezer 12;
Bereschit Rabbah 14,18;
Talmud Jerusalem Nazir 7,2; 56b. |
| Eine andere Tradition sagt, daß die ganze Welt aus Zion geschaffen wurde. | Joma 54b. |
| Im zweiten Jahrhundert v.d.Z. betrachteten die Juden der Diaspora Jerusalem als "im Zentrum des Landes Judah, auf einem hohen und erhabenen Berg gelegen." | Brief des Aristeas 83. |
| Eine Baraita auf Vers Deut. 17,8: "zu der Stätte hinaufziehen" zeigt, daß der Tempel höher sit als Eretz Israel, das seinerseits höher ist als alle anderen Länder. | Kidduschin 69a. |
| Der Tempel und Jerusalem sind das Zentrum des Universums, der Nabel der Welt. | Philo in "Legatio ad Gaium 294.
Josephus: "Der jüdische Krieg 3,51-52. |
| Der Ort der Erschaffung Adams ist der Nabel der Welt. | Ezechiel 38,12.
Tanchuma B Levit 78; Sanh 37a; Lied Rabbah 7,5 Nr.3; Zweites Buch Enoch 23,45. |
| In Jerusalem fanden entscheidende Ereignisse in der Geschichte der Menschheit statt. (Genesis) | Bereschit Rabbah 22,7. Pirkei Rabbi Eliezer 23, 31. |
| Zu dem Namen, unter dem die Stadt zuerst genannt wird - "Salem" (Friede, Perfektion. Siehe Genesis 14,18) - wurde nach der Akedah "Jir'ah" (Ehrerbietung) hinzugefügt, um den Namen "Jerusalem" zu bilden. | Bereschit Rabbah 56,10. |
| Jerusalem ist der Nabel der Welt und das Licht der Erde. | Bereschit Rabbah 59,5. |
| Rabbi Jochanan sagt: Jerusalems Schicksal ist es, die Metropole aller Länder zu werden. | Schemot Rabbah 23,10. |
| In Zukunft werden alle Nationen "Töchter Jerusalems" sein. | Tanh B. Deut.4. |
| 3. Das ideale Jerusalem | |
| Shmuel ben Nachmani sagt: "Jerusalem wird nicht erbaut, bevor nicht die Zerstreuten gesammelt sind." | Tanh Noah 11. |
| In der Zeit, die kommen wird, wird Gott Jerusalem wiedererrchten und niemals wieder zerstören, und es wird mit Feuer wiedererrichtet werden. | Talmud Jer Brachot 4,3, 8a. |
| Simeon ben Gamliel erklärt, "alle Nationen, alle Reiche werden einst in der Mitte Jerusalems zusammen kommen." | ARN 35, 106. |
| Das breite Konzept des Himmlischen Tempels (Jesaja 6) ist der Ursprung des Himmlischen Jerusalem (Jeruschala'im schel Ma'alah). | |
| Rabbi Jochanan sagte: "Der Ewige, sein Name sei gepriesen, erklärt: Ich werde das Himmlische Jerusalem nicht betreten, bevor ich nicht das irdische betreten kann." | Ta'anit 5a. |
| Gott sagt, das Himmlische Jerusalem wurde "im Vorhinein geschaffen, als ich es in Erwägung zog, das Paradies zu schaffen." | Syrische Apokalypse. |
| In der Liturgie | |
| Jerusalem, wollte ich deiner vergessen ... | Psalm 137,5. |
Die Erwähnung Jerusalems in allen Gebeten ist obligatorisch.
- 14. Bracha des Schmone Essre Gebetes
- Nachem, das traditionelle Gebet zu Tisch'a be'Aw.
- Die erste der letzten drei Brachot des Schmone Essre, Wiedereinsetzung der Opfer.
- Das Tischgebet widmet einen großen Teil Jerusalem, Zion und der Wiedererrichtung.
- Die Schabbathymne Lecha Dodi symbolisiert die Sehnsucht nach Jerusalem (sechs von neun Strophen).
| Gebetbuch |
| In der Kabbalah | |
| Gemäß Bahja b Ascher symbolisiert die Dual-Endung im Wort "Jeruschala'im" das Himmlische und Irdische Jerusalem. (siehe Aggadah) | |
| Das Heilige Land ist das Zentrum der Welt, Jerusalem ist der Mittelpunkt des Heiligen Landes. Im Mittelpunkt Jerusalems ist das Heiligtum der Heiligtümer. | Zohariah 2,157a. |
| Die Mauern Jerusalems werden sich einst dem Thron der Glorie nähern, dann wird im Königreich der Sefirot Harmonie herrschen. | Zohariah 3,56a. |
| Bis zum 16. Jahrhundert lebten nur wenige Kabbalisten in Jerusalem. | |
| Ab dem 17. Jahrhundert wurden mehr von Jerusalem angezogen, während andere es vorzogen, nach Jerusalem zu blicken. Der Autor von "Chemdat Jamim" schrieb, als ob er in Jerusalem lebte. | |