Mitzpe
Ramon liegt ca. 80 km südlich von Beer
Sheva und 140 km nördlich von Eilat.
Diese Region im Zentrum der Negev wird Negev Hochland genannt und liegt
900 m über dem Meeresspiegel. Mitzpe Ramon hat daher auch im Sommer
ein angenehmes Klima.
Der
Ort wurde 1954 als Unterkunft für die Strassenarbeiter gegründet.
Mitzpe Ramon wurde eine "Kooperative" und nach ihrer Auflösung
eine Entwicklungsstadt.
Am
Anfang musste Wasser mit Lastautos aus dem Norden herangebracht werden.
Mitzpe Ramon war oft abgeschnitten, wenn Sturzfluten die Strasse überschwemmten.
Trotz der Schwierigkeiten wurden neue Einwanderer aus Nordafrika und Europa
integriert. 1968 brachte es Mitzpe Ramon auf 1.470 Einwohner.
Zur
Zeit hat Mitzpe Ramon ungefähr 5.700 Einwohner.
Die
lokale Wirtschaft gründet sich auf Industrie und Bergbau im nahegelegenen
Ramon Krater.
Dank
ihrer besonderen Lage am Rand des Ramon Kraters und ihrer Wüstenschönheit,
wurde Mitzpe Ramon ein Touristenzentrum. Im Besucherzentrum lernen Touristen
alles über Geographie und Geologie des Kraters. Eine audiovisuelle
Präsentation beschreibt die Negev und ihre Krater, die Geschichte
der Besiedlung der Negev, ihre Flora und Fauna.
Die
Albert Promenade führt vom Besucherzentrum entlang des Kraters. In
der Mitte befindet sich der "Vogelbalkon", von wo aus Vögel
im Krater beobachtet werden können.
Bio
Ramon ist eine Präsentation von Wüstenpflanzen und -tieren.
In
Mitzpe Ramon gibt es die einzige Alpaca Farm Israels.
Ramon
Krater
Der
Ramon Krater ist 40 km lang, zwischen 2 und 10 km breit und 500m tief.
Der Krater und die umliegenden Berge gehören zum Ramon Nationalpark.
Die
Bildung des Kraters begann vor hunderten Millionen von Jahren, als das
Meer, das die Negev bedeckte, begann, nach Norden zu wandern. Zuerst entstand
ein Hügelrücken. Wasser und andere klimatische Kräfte trugen
den Rücken ab und ebneten den Hügel ein. Vor ungefähr fünf
Millionen Jahren wurde das Arava Grabenbruch gefort und Flüsse veränderten
ihren Lauf. Auf diese Weise wurde das Innere des Kraters ausgehöhlt.
In
der Wüste übertrifft die Erosionskraft des Wasser bei weitem
jene des gelegentlichen Regens, der auf die scharfen Enden des Kraters
trifft. Der Boden des Kraters vertieft sich schnell, während die
Wände ihren vertikalen Winkel beibehalten und an Höhe zunehmen.
Je mehr sich der Krater vertieft, desto ältere Gesteinsschichten
werden freigelegt. Am Grund des Ramon Kraters gibt es Felsen, die 200
Millionen Jahre alt sind.
Der
Krater umfasst eine Vielfalt von Bergen und Felsen, die wunderbare Farben
und Formen aufweisen.
Givat
Ga'ash, ein schwarzer Hügel im Norden, war einst ein aktiver Vulkan.
Nach einem Ausbruch wurde er mit schwarzer Lava bedeckt, die rasch erkaltete
und ein Basaltfelsen wurde.
Der
Granitfelsen Shen Ramon besteht aus Magma, das noch unterirdisch erkaltete
und später durch Risse in der Erdoberfläche zum Vorschein kam.
HaMinsara
ist ein niedriger Hügel im Zentrum des Kraters, auf dem schwarze,
prismenförmige Felsen verteilt sind. Besucher wandern über einen
Holzpfad, damit nichts zerstört wird.
Im
Gegensatz zu den meisten Felsen im Krater, bestehen die rechteckigen Rohre
am Hügel aus Sand, und zwar aus der gleichen Art wie am Meeresstrand.
Der Ramon Krater ist der einzige Platz der Welt, an dem man Prismen aus
heissem Sand sehen kann, die sich verflüssigt haben. Während
der Abkühlung bildeten die Schmelzmasse natürlich geformte rechteckige
und hexagonale Prismen.
Der
interessanteste Wadi im Krater ist der Wadi Nikarot, der in der nördlichen
Sinai Halbinsel beginnt und 70 km lang ist. Erosion höhlte weichere
Teile des Felsens aus und hinterliess Überhänge und Felsspalten.
Einige
Lehmhügel haben eine beeindruckende gelbe und rote Färbung.
Verschiedene Hügel in der Nordostecke des Kraters waren einst vollständig
mit Ammoniten bedeckt. Dank der vielen Touristen, die hier ein "Souvenir"
mitgehen liessen, sind nur mehr wenige übrig.
Ein
Saharonim ist der tiefste Punkt im Krater und enthält seine einzige
natürliche Wasserquelle. Auf einem Hügel befindet sich die grosse
steinerne Ruine einer Karawanserei, Khan Saharonim. Der Krater lag entlang
der alten Gewürzstrasse, einer Handelsroute, die von den Nabatäern
vor 2000 Jahren benutzt wurde.
Asiatische
Wildesel und Steinböcke sind regelmässige Gäste an der
Wasserstelle. Steinböcke betreten auch oft Mitzpeh Ramon und wandern
durch die Strassen, ohne sich um die Menschen zu kümmern.
Photos
vom Ramon Krater.
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