Auf
Betreiben Baraks lud der amerikanische Praesident Clinton am 5. Juli 2000
Ministerpraesident Barak und den Vorsitzenden der Palaestinensischen Autoritaet
Yasser Arafat ein, nach Camp David zu kommen und neue Friedensverhandlungen
aufzunehmen. Die Konferenz von Camp David begann am 11. Juli und endete
ohne Abkommen am 25. Juli. Nach den Verhandlungen von Camp David wurden
folgende Punkte festgehalten:
- Die
Nahost-Friedensgespraeche in Camp David endeten heute, am 25. Juli,
ohne Abkommen.
- Israel
kam mit der Absicht nach Camp David, den Rahmen fuer ein Uebereinkommen
ueber den israelisch-palaestinensischen permanenten Status zu erreichen,
den Konflikt zu beenden und den Frieden fuer kuenftige Generationen
zu sichern. Um ein solches Abkommen zu erreichen, war Israel bereit,
schmerzliche Kompromisse zu machen, ist jedoch nicht bereit, auf jede
Forderung einzugehen.
- Israels
Streben nach einem verhandelten Frieden wird weitergehen. Israel begruesst
den Besuch eines amerikanischen Gesandten, um die Fortsetzung des
Verhandlungsprozesses zu foerdern.
- Die
von Israel anlaesslich des Treffens praesentierten Standpunkte wurden
gut angenommen und von den amerikanischen Gastgebern als rechtmaessig
betrachtet. Praesident Clinton lobte in seiner Erklaerung nach dem
Gipfel die Flexibilitaet Ministerpraesident Baraks und der israelischen
Delegation waehrend der Gespraeche.
- Von
Israel wurden im Laufe der Verhandlungen viele Ideen und Vorschlaege
praesentiert. Die Grundregeln der Camp David Gespraeche stellen jedoch
fest, da kein Uebereinkommen erzielt wurde, sind diese Verhandlungspositionen
nicht laenger gueltig und null und nichtig. Daher koennen die israelischen
Standpunkte, die waehrend des Gipfels praesentiert wurden, nicht in
zukuenftigen Verhandlungen als Basis fuer Forderungen, Ansprueche
und Eroeffnungspositionen der Palaestinenser benuetzt werden.
- Waehrend
der Verhandlungen zeigte die palaestinensische Fuehrung, dass sie
noch nicht die Notwendigkeit verstanden hat, Flexibilitaet zu demonstrieren
und bereit zu sein, bei einer Anzahl von Schluesselthemen Kompromisse
zu schliessen. Insbesonders verhinderten die Positionen, die vom Vorsitzenden
der Palaestinensischen Autoritaet Yasser Arafat bezueglich Jerusalem
praesentiert wurden, dass eine Uebereinstimmung erreicht wurde. Die
Fuehrung der arabischen Welt unterstuetzte Arafat nicht genug, um
eine flexiblere Haltung einnehmen zu koennen. Sie zeigte einen Mangel
an Bereitwilligkeit, genuegend Einfluss auf die palaestinensische
Delegation auszuueben, um Verstaendnis fuer die Notwendigkeit eines
realistischen Kompromisses aufzubringen.
- Jede
moegliche einseitige Handlung der Palaestinenser nach dem Gipfel ist
ungerechtfertigt und kontraproduktiv. Die weitere Beziehung zwischen
Israel und der Palaestinensischen Autoritaet und die Verhandlungsfuehrung
muessen auf gegenseitiger Anerkennung beruhen und frei sein von aeusserem
Druck. Diesbezueglich erklaerten die Parteien in ihrem Statement nach
dem Ende des Gipfels: "Beide Seiten verstehen die Wichtigkeit,
einseitige Handlungen zu vermeiden, die das Ergebnis von Verhandlungen
gefaehrden. Denn ihre Differenzen koennen nur durch vertrauensvolle
Verhandlungen geloest werden."
- Einige
palaestinensische Kreise haben angedeutet und sogar erklaert, sie
haetten die Absicht, gewaltsame Massnahmen zu ergreifen, falls das
Gipfeltreffen von Camp David scheitere. Eine solche Reaktion ist durch
nichts zu rechtfertigen. Israel wird alles in seiner Macht stehende
unternehmen, die Ruhe zu bewahren und Gewalt zu verhindern. (siehe
auch:Kampf
und Verteidigung)
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